Seit ihrer Gründung hat die Bundesrepublik Deutschland bis Mitte 2000 über vier Millionen Aussiedler aus Polen, Rumänien, der ehemaligen Sowjetunion, aus der ehemaligen Tschechoslowakei, Ungarn und anderen Staaten Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas auggenommen, davon allein 1,5 Millionen in den sechs Jahren zwischen 1987 und 1992. Nach dieser Hochphase entwickelte sich die Aussiedlerzuwanderung rückläufig und stabilisierte sich auf dem Neveau von 103080 Personen (1998) und 104916 Personen (1999). Bis zum Ende der achtziger Jahre verlief die Eingliederung weitgehend problemlos. Danach verschlechterte sich die Situation.
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Mit der Hinwendung Russlands zu Europa durch Peter I. (1689-1725) stieg der Bedarf an ausländischen Fachleuten sprunghaft. Unter den angeworbenen Offizieren, Wissenschaftlern, Baumeistern und Handwerkern waren zahlreiche Untertanen deutscher Fürsten. Die meisten von ihnen blieben in Russland nur für eine begrenzte Zeit, ein Teil aber für immer. Sie bildeten die Anfänge der städtischen deutschen Bevölkerung.
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Bereits in den ersten Wochen nach dem Überfall deutscher Truppen am 22. Juni 1941 verloren die sowjetischen Behörden die Kontrolle über die westlichen Gebiete. Flüchtlinge und zurückweichende Armeeeinheiten machten die Verkehrswege unpassierbar. Mitten in diesem Chaos begann am 10. Juli die Deportation der Deutschen von der Krim. Ihnen erklärte man: "Wir bringen euch ins Hinterland, damit ihr nicht unter den Kriegshandlungen zu leiden habt."
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